Leben mit rheumatoider Arthritis

Sport und gymnastische Übungen können helfen

Sport und gymnastische Übungen sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten besprechen. Treiben Sie Sport, der Ihre Gelenke in Bewegung hält, sie aber nicht belastet. Fahren Sie zum Beispiel Rad oder schwimmen Sie; vermeiden sollten Sie dagegen sogenannte Stopandgo-Sportarten, zum Beispiel Tennis, Squash und Skifahren.

Vor den Übungen sollten die Muskeln des gesamten Körpers aufgewärmt, nach dem Sport entspannt und beruhigt werden. Dies können Sie zum Beispiel mit Gehen auf der Stelle erreichen. Gönnen Sie sich und Ihrem Körper zwischen den Übungen ausreichende Pausen. Vergessen Sie nicht, dass Sie mit häufigem und kurzzeitigem Üben positivere Ergebnisse erzielen, als mit seltenen aber dafür langdauernden Übungen. Patienten mit rheumatoider Arthritis fühlen sich direkt nach dem Aufstehen steif. Sport und Gymnastik können gegen diese Steifheit helfen. Vorsicht ist bei akuten Schüben der Krankheit geboten. Sprechen Sie dann mit Ihrem Arzt darüber, welche Übungen angebracht sind!

Übungen für den Oberkörper

Schultern

Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, die Beine etwa hüftbreit, die Füße gegen den Boden gedrückt. Spannen Sie nun die Bauch- wie auch Gesäßmuskulatur an, ziehen Sie Ihre Schultern etwas nach unten und den Kopf nach oben. Ziehen Sie dann Ihre Schultern nach oben. Sie können auch mit den Schultern vorwärts und rückwärts kreisen. Als zusätzliche Übung für die Schultern ziehen Sie die Schulterblätter zusammen und auseinander.

Rumpf

Setzen Sie sich aufrecht auf den Boden, die Beine ausgestreckt. Falten Sie Ihre Hände hinter dem Kopf und drehen Sie Ihren Oberkörper nach rechts und nach links. Achten Sie darauf, die aufrechte Haltung beizubehalten!

Rücken

Legen Sie sich auf den Bauch, achten Sie darauf kein Hohlkreuz zu machen (ein Kissen unter den Bauch legen hilft!). Schauen Sie mit dem Gesicht zum Boden und falten Sie Ihre Hände auf dem Gesäß. Spannen Sie nun die Bauch- und Pomuskulatur an und heben Sie Ihr Gesicht parallel zum Boden leicht an. Der Scheitel und die Füße ziehen in entgegengesetzte Richtungen und verlängern so den Rücken.

Übungen für die Hüfte
Legen Sie sich mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken. Nun ziehen Sie ein Bein an und umfassen Sie den Oberschenkel mit beiden Händen um das Knie noch ein Stück weiter an den Oberkörper heranziehen zu können. Dannach wechseln Sie die Seite.


Legen Sie sich auf den Bauch, die Beine ausgestreckt. Ziehen Sie nun die Fußspitzen in Richtung Knie und spannen Sie die Gesäßmuskulatur einige Sekunden an.


Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, die Beine im rechten Winkel etwa hüftbreit. Strecken Sie nun einen Unterschenkel mit angezogener Fußspitze und heben Sie das Bein leicht vom Stuhl ab. Halten Sie diese Spannung einige Sekunden und wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Bein.

Auch Spaziergänge können die Funktionalität der Hüfte positiv beeinflussen.

Übungen für die Knie
Nehmen Sie auf einem Stuhl auf der Kante Platz, die Beine im rechten Winkel etwa hüftbreit. Heben Sie nun einen Oberschenkel leicht an und pendeln Sie mit dem Unterschenkel vor und zurück. Wechseln Sie die Seite.









Legen Sie sich auf den Rücken und fahren Sie mit den Beinen in der Luft Fahrrad, die Hüfte und der untere Rücken können dabei auf dem Boden bleiben.

Übungen für die Finger
Spielen Sie mit Ihren Händen: Falten Sie Ihre Hände, kneten Sie Luft oder spielen Sie in der Luft Klavier.

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